eis cremiger machen

Selbstgemachtes Eis cremiger machen- So geht´s

Eine Eiscreme lässt sich nur dann richtig genießen wenn sie wie der Name schon sagt schön cremig ist. Steht das Eis aber lange im Gefrierfach wird es mitunter hart wie Stein und hat von cremigkeit keine Spur mehr.

Insbesondere selbstgemachtes Eis oder auch hochwertige Fertigprodukte welche ohne die Unmengen an Zusatzstoffen auskommen werden bei längerem Einfrieren schnell hart und lassen sich nur noch schwer portionieren.

Dies liegt hauptsächlich an der Zusammensetzung der Eiscreme, es ist eben keine Chemie im selbstgemachten Eis die es cremiger macht. Aber auch die Temperatur deines Gefrierfachs spielt eine tragende Rolle bei der Eis-Konsistenz.

Auf alle Fälle gibt es ein paar Möglichkeiten wie du auch ohne Chemie zu verwenden ein cremiges Eis bekommst. Wir zeigen dir wie es geht.

Eis cremiger machen


Nicht zu kalt

Ein häufiger Grund für zu hartes Eis sind die Temperaturen in deinem Eisfach. Eine Tiefkühltheke im Supermarkt arbeitet normalerweise mit -18°C, in deinem Eisfach hingegen herrschen Temperaturen von -18°C bis zu -24°C.

In den Eis Theken deiner  Eisdiele herrschen sogar nur Temperaturen von -11°C, das sind zwar nur ein paar Grad Unterschied aber die können Ausschlaggebend sein und entscheiden darüber ob dein Eis schon cremig ist oder eben hart wie Stein. Wenn dein  Eisfach über ein Thermometer verfügt, sieh doch einfach mal nach.

Um dein Eis wieder cremiger zu machen reicht es oft schon aus das Eisfach etwas runter zu drehen, es sollten nicht mehr wie die bereits erwähnten -18°C sein.


Der richtige Zuckergehalt

Auf Zucker lässt sich nur schwerlich im Eis verzichten, der richtige Zuckergehalt hilft das Eis cremiger zu machen. Der Zucker wirkt dabei wie ein Frostschutzmittel er verhindert das sich zu große Eiskristalle in der Masse bilden.

Das macht dein Eis unempfindlicher für die zu niedrigen Temperaturen in deiner Tiefkühltruhe. Ein zu hoher Zuckergehalt kann aber auch abträglich für die Konsistenz sein, da es verhindert das deine Eismasse gefriert, ganz zu schweigen vom Geschmack.



Emulgatoren

Emulgatoren im Eis. Das klingt für viele erst einmal nach Chemie, dabei wollten wir doch gerade auf die Chemie im Eis verzichten.

Es stimmt schon das in Industriell hergestellten Eiscremes chemische Mittelchen als Emulgatoren einsetzt werden, für den Hausgebrauch ist dies aber nicht nötig.

Bei Emulgatoren handelt es sind lediglich Stoffe die es ermöglichen zwei nicht mischbare Flüssigkeiten miteinander zu verbinden. In unserem Fall sollen sie helfen eine stabile Fett-Wasser Verbindung herzustellen. Chemie ist hierbei nicht nötig, im Hausgebrauch reicht in der Regel bereits ein Eigelb als Emulgator.



Emulgatoren für Eis


Lecithin, die Vegane Alternative zu Eigelb

Eiskristalle im Eis verhindern mit sojaWer auf tierische Produkte verzichten möchte, für den kommt Eigelb als Emulgator selbstredend nicht in Frage. Hier bietet sich die Verwendung von Lecithinen an.

Das in den meisten Fällen aus Soja gewonnene Lecithin ist ein auch unter dem Namen E322 bekannter Emulgator und kommt in unterschiedlichsten Bereichen zum Einsatz. Es steckt in vielen Lebensmitteln wie Schokoladen, Eiscremes und Fertigprodukten aber auch in Kosmetika oder Textilien.

Jetzt aber keine Panik, Lecithin ist natürlicher Bestandteil von Zellmembranen, unter anderem auch von Hirn und Nervenzellen, es kommt also auch im menschlichen Organismus vor und ist nicht schädlich. Lediglich für Babynahrung existiert ein Grenzwert. Wenn du mehr darüber wissen willst sieh dir diesen Artikel an.

Sojalecithin ist Vegan und kann problemlos im Internet erworben werden und wird ähnlich wie Eigelb einfach unter die Masse geschlagen. Es sollte aber nur kalt untergerührt werden da Hitze einen Teil der emulgierenden Wirkung zerstört.

Hier kannst du Lecithin erwerben.


Frisch verbrauchen

Frisch hergestellte Eiscreme aus der Eismaschine ist immer schön cremig, daher wirst du die wenigsten Probleme mit hartem Eis haben wenn du auf ein zusätzliches Einfrieren verzichtest und sie stattdessen umgehend verbrauchst.

So schmeckt sie ohnehin am besten und ehrlich gesagt hat mein Eis aus genau diesem Grund nur sehr selten die Chance hart zu werden. Ein kurzes nachfrieren kann aber auch förderlich sein um die richtige Konsistenz zu erreichen, jedoch solltest du sie wenn möglich noch am selben Tag verbrauchen.


Kurz antauen lassen

Bevor du dein Eis servierst, solltest du es kurz antauen lassen um es cremiger zu machen. Hierfür reicht es schon das Eis für 10-15 Minuten in den Kühlschrank zu stellen, so taut es schön Gleichmäßig an.

Aber Vorsicht, taue niemals aus Zeitmangel Eis bei Zimmertemperatur an, die zu hohen Temperaturschwankungen zerstören den Schmelz und du erhältst ein ungleichmäßig aufgetautes Eis. Zur Hälfte Matsch und zur anderen Hälfte Steinhart. Zudem erhöht sich so die Salmonellen-Gefahr.

 


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